Das Abendland

(Deutsche Erstaufführung)
Schauspiel von Julie Maj Jakobsen

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Eine Autobahn-Cafeteria irgendwo an einer Grenze in Europa. Ein lesbisches Paar ist mit seinen Zwillingsmädchen auf Bildungsreise. Ein belgisches Ehepaar auf dem Weg nach Schweden, um das neugeborene Enkelkind zu besuchen. Ein lettischer LKW-Fahrer hat angehalten, um auf die Toilette zu gehen. Ein Geschäftsmann auf dem Weg nach Berlin will Kaffee trinken. Plötzlich steht eine syrische Frau im Raum, und draußen auf dem Parkplatz sammeln sich immer mehr Flüchtlinge. Die Türen werden geschlossen, um den Flüchtlingsstrom draußen zu halten und die Cafeteria wird zum Schauplatz für ein existenzielles Drama darüber, wohin sich Europa bewegt. Julie Maj Jakobsen wurde für ihr Stuck als beste Dramatikerin des Jahres 2018 in Dänemark ausgezeichnet. Die Begründung der Jury: „Das Abendland vereint Poesie, Verzweiflung, Gewalt, Mitgefühl, Angst und Ohnmacht in der Konfrontation zwischen uns auf der richtigen Seite der Glastüren und den Flüchtlingen, die draußen auf der anderen Seite stehen.“

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