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Irgendwie Anders

Oper für Kinder ab 3 Jahren
von Ralf Gscheidle (Musik) und Brigitta Gillessen (Texte)
nach dem Buch von Kathryn Cave,
illustriert von Chris Riddell
Auftragswerk der Oper Köln

Termine

  • 05.11.2019 10:00 Uhr Rubenowsaal (Stadthalle), Greifswald
  • Ausverkauft
  • 06.11.2019 10:00 Uhr Rubenowsaal (Stadthalle), Greifswald
  • Ausverkauft
  • 07.11.2019 09:00 Uhr Gustav-Adolf-Saal (Jakobikirche), Stralsund Karten kaufen
  • 07.11.2019 10:30 Uhr Gustav-Adolf-Saal (Jakobikirche), Stralsund Karten kaufen
  • 01.02.2020 15:00 Uhr Rubenowsaal (Stadthalle), Greifswald Karten kaufen
  • 03.02.2020 09:30 Uhr Rubenowsaal (Stadthalle), Greifswald Karten kaufen
  • 03.02.2020 11:00 Uhr Rubenowsaal (Stadthalle), Greifswald Karten kaufen
  • 04.02.2020 10:00 Uhr Rubenowsaal (Stadthalle), Greifswald
  • Ausverkauft

„Du bist nicht wie wir! Du bist irgendwie anders!“, sagen sie zu ihm, wenn er sich zu ihnen setzt und mit ihnen spielen will. Immer sagen sie das. Dabei will er doch so gerne dazugehören und er gibt sich große Mühe, wie sie zu sein. Doch es hilft nichts. Bald glaubt er selber, dass er sich von allen anderen unterscheidet. Und deshalb lebt er – Irgendwie Anders – ganz allein und ohne einen einzigen Freund auf einem hohen Berg, fern ab von aller Welt. Bis er eines Tages Besuch bekommt …

Nach der erfolgreichen Uraufführung an der Oper Köln 2016 wird das Werk nun auch am Theater Vorpommern zu sehen sein. In einer fantasievoll-heiteren musikalischen Fassung für Mezzosopran, Bassbariton, Klarinette, Akkordeon und Violoncello erzählen Sänger*innen und Instrumentalisten die berührende und lehrreiche Geschichte des Irgendwie Anders, der in einer von Ausgrenzung und Mobbing bestimmten Welt selbst erst lernen muss, was Toleranz bedeutet, um schließlich seinen eigenen Platz zu finden.

Der Oper liegt das gleichnamige Kinderbuch von Kathryn Cave zugrunde, das 1997 mit dem UNESCO-Preis für Kinder- und Jugendliteratur im Dienst der Toleranz ausgezeichnet wurde.

 

 

Angebote der Theaterpädagogik:

Workshops zur Vor- und Nachbereitung, Materialmappe, Bastelaktion ab jeweils 30 Min. vor Vorstellungsbeginn

Information zu den Angeboten

Kontakt Theaterpädagogik: Sabine Kuhnert

PRESSESTIMME

Kunterbunte Kinderoper mit viel Herz

Die Inszenierung "Irgendwie Anders" von Sabine Kuhnert begeistert die Mädchen und Jungen.

"Hej, du machst ja Quatsch!" Der kleine Junge aus der Kita "Kindervilla Schatzkiste" ist mittendrin im Geschehen auf der Bühne des Gustav-Adolf-Saals. Dort steht Maciej Kozlowski und ist "Irgendwie Anders".

Die Oper für Kinder ab drei Jahren wird derzeit in der Hansestadt aufgeführt. Eine Oper für Kinder? "Natürlich war es spannend, ob und wie es funktionieren kann, Dreijährige mit einer Oper anzusprechen", sagt Sabine Kuhnert, die das Stück inszeniert hat und gleichzeitig Pädagogin am Theater Vorpommern ist. "Denn in der Lebenswelt der Dreijährigen spielt die Sprache nun mal noch keine so große Rolle, also mussten wir viele Spielvorgänge finden, um die Kinder zu erreichen." Ein Blick auf die Kinder der "Schatzkiste" und der Kita "Käptn Blaubär", die die Premiere besuchen durften, zeigt, dass das Konzept aufgeht. Sie sind bei der Sache, sie kichern, sie wollen trösten und sie lauschen Musik und Gesang.

Die Kinderoper "Irgendwie Anders" basiert auf dem Bilderbuchklassiker der englischen Autorin Kathryn Cave. 1997 wurde ihr Buch mit dem Unesco-Preis für Kinder- und Jugendliteratur im Dienst der Toleranz ausgezeichnet. Im Mittelpunkt der Inszenierung steht Irgendwie Anders. Er lebt allein ohne einen einzigen Freund, weil er eben irgendwie anders ist. Er tut zwar alles, um so zu sein, wie die anderen, aber die wollen ihn nicht in ihrer Mitte haben und Irgendwie Anders zieht sich traurig zurück. Doch da klopft ein merkwürdiges Etwas an seine Tür und benimmt sich sonderbar. Erst nachdem er das Etwas fortgeschickt hat, merkt Irgendwie Anders, dass Etwas sein Freund sein könnte und dass die Welt mit ihm zusammen erst richtig bunt wird. Und plötzlich stellen auch die Anderen fest, dass Unterschiede eigentliche toll sind.

"Es sind Themen, mit denen sich auch schon kleine Kinder beschäftigen", sagt Sabine Kuhnert. Wie bin ich und wie sind die anderen und ist es schlimm, anders zu sein? "Wir wollen zeigen, dass jeder irgendwie anders ist und dass Unterschiede bereichern können." Und ganz nebenbei geht es darum, den Kindern die Oper näher zu bringen. "Musik live zu erleben, ist an sich schon toll, aber das Ganze dann noch einmal in einem Theaterkontext ist nochmal extra besonders."

Elementar in dieser Inszenierung ist selbstverständlich die Musik, deren Leitung Egbert Funk übernommen hat, der neben Franziska Hoffmann (Klarinette) und Sophia Dimitrow (Violoncello) auch als die Anderen am Akkordeon zu erleben ist. Regentropfen, in Pfützen springen, traurig sein oder gemeinsam lachen - all das können die kleinen Besucher mit der Musik erleben. Und dann ist da noch das Bühnenbild... Christopher Melching hat für die Inszenierung eine ganz zauberhafte Kinderwelt geschaffen, in denen Schirme eine wichtige Rolle spielen und das Bühnenbild bestimmen. Große, kleine, weiße, bunte, spiegelnde... Mit einem Schirm kann man sich von etwas abgrenzen, sich abschirmen. Aber man kann sich auch prima hinter ihm verstecken und sich schützen. Die Schirme verdeutlichen die Situation von Irgendwie Anders und den Anderen. Sie zeigen, dass die Titelfigur und die Anderen in unterschiedlichen Welten leben, bevor sich ihre Welten schließlich vermischen und zu einer bunten, von Unterschieden geprägten, verschmelzen. Bühnenbild und Musik laden die kleinen Opernbesucher in ganz unterschiedliche Welten ein. Mal schwimmt man ganz schwerelos mit Quallen durchs Meer, mal glitzert das Wasser, in das man springt, mal tröpftelt der Regen auf die Erde und mal ist man einfach nur traurig, bevor plötzlich die Sonne wieder zum Vorschein kommt und alle fröhlich macht. Und mit alle sind dann tatsächlich auch alle gemeint - denn am Schluss sind auch die Kinder gefordert, und das bringt viel Spaß, versprochen.

Miriam Weber, Ostsee-Zeitung